Fair Fashion im nachhaltigen Familienalltag

Kleider machen Leute- Grüne Mode glücklich!

Der Weg zu unserem nachhaltigen Familienalltag ist eher serpentinenhaft- mal geht es zügig, mal erst nach langen Pausen weiter- vor allem gibt es viele Umwege und Stolpersteine. Und zu der Stolperstein-Kategorie zählt auch unser Kleiderschrank. Ihn wollte ich mir als letztes vornehmen. Nicht, weil ich ein Problem hätte auszumisten- eher, weil ich in Sachen ” Capsule Wardrobe” ein absoluter Neuling bin und eine Fashionista bin ich eben auch nicht. Und schon gar keine Eco-Fashionista.

Aber Leute, ich wage mich dran. Mein Ziel ist klar: Wenige Teile für jede Saison, gut kombinierbar, hochwertig und möglichst grün und nachhaltig produziert.

T-Shirt von @deinherzgut, Denim von @armedangels

Ich habe mich in den letzten Jahren durchaus immer wieder mit diesem Thema auseinandergesetzt. Und ehrlicherweise klappt es mit den Klamöttchen für unsere Kinder ganz wunderbar (Teaser: der nächste Blogartikel kommt bestimmt). Aber für mich oder gar meinen Mann war ich in Sachen green fashion immer eher halbherzig unterwegs und jedes Mal kam die Erkenntnis dazwischen, dass ich mich einfach viel zu wenig auskenne. Also beherzige ich den Leitsatz “Willst Du etwas verändern, dann fange bei Dir an”- sehr beliebt, um Klienten mit auf den Weg geben, und vor allem leichter gesagt, als umgesetzt. Mein Wissen über Textilsiegel war bisher eher semi-gut bis lückenhaft, ich hatte keine Idee, welches faire Kleidungslabel zu mir passen könnte und außerdem war ich der felsenfesten Meinung, dass ich mit meinem Ansatz, lokal in unserem Städtchen zu shoppen sicher alles- nur eben kein eco-fair Modegeschäft finden würde.

Und dann,vor einiger Zeit, wurde mir eine Kooperation mit ARMEDANGELS angeboten. Und ich war von Anfang an begeistert (nicht zuletzt, weil es mehr oder weniger das einzige ecofair Label war, das mir sofort in den Sinn kam:-)). Die Kooperation war für mich quasi mein Startzeichen, um mich erneut auf Recherchereise zu begeben. Und diese Ergebnisse möchte ich nun für alle, die gern schnell, zusammengefasst, informiert werden möchten, mit Euch teilen.

Was ist Fair Fashion und was sind die Vorteile?

Entgegen “fast fashion”, also schnelle, günstige Produktion, achtet “fair fashion” (oder auch eco/ green fashion) auf faire, ökologisch korrekte Produktbedingungen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Ein Vorreiter in Sachen “Nachhaltigkeit” ist das eco-fair Label Armed Angels. Bereits seit 12 Jahren setzen sie auf Bio-Baumwolle, machen aus aussortierter, verschlissener eco-fair Kleidung neue Kleidung und sparen durch dieses Kleidung-Recycling-System Wasser, Energie, fossile Brennstoffe und verringern den Textilmüll.

Bei der fairer Mode geht es vor allem darum, sich jeden einzelnen Schritt des Entstehungsprozesses der Kleidung bewusst zu machen.

Der Großteil der Modeindustrie produziert leider immer noch fast fashion. Wenn wir uns als Endkonsument jedoch bewusst für faire, nachhaltige Kleidung entscheiden, beeinflussen wir das, was produziert wird und gleichzeitig auch wie produziert wird.

Textilsiegel- und ihre Bedeutung

Zugegeben, in dem riesigen Wirrwarr des Textilsiegel-Dschungels einen Überblick zu behalten, gestaltet sich schwierig. Und ein “Supersiegel” dass alle Produktionsschritte von A bis O abdeckt, gibt es leider (noch) nicht. Die folgenden, bekanntesten Siegel enthalten aber wichtige Kriterien, die Euch Sicherheit geben und einen ersten Hinweis für fair produzierte Kleidung geben.

Auf relativ sicherer Seite seid Ihr mit:

  • GOTS ( Global Organic Textile Standard) = Standard für die Verabeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Das Siegel ist gut, allerdings kaum Augenmerk auf Sozialstandards
  • IVN Best (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft) = höchster Standard, mehr Eco geht wohl kaum, strenge soziale Kriterien
  • Fairtrade = guter Ansatz, mit einigen Schlupflöchern für “greenwashing”, Subtext ist unbedingt zu lesen
  • OEKO-TEX Made in Green
  • Fair Wear Foundation = sehr hohe Glaubwürdigkeit, wichtigste unabhängige multi-Stakeholder-Initiative in diesem Bereich, hohe Sozialstandards

ARMEDANGELS haben es sich zum Beispiel zur Aufgabe gemacht, “eco” als Haltung und nicht als Trend in Umlauf zu bringen. Rohstoffquellen und deren Qualitäten werden sorgfältig ausgewählt. Deren Materialliste ist für jeden einsehbar und sie halten sich streng an die Prinzipien “frei von schädlichen Chemikalien”, “nachhaltige Produktionsanlagen” “rückverfolgbar- vom Rohstoff bis zum fertigen Textilprodukt”- und zwar zu 100%. Ihre indische Bio-Baumwolle beziehen sie aus fairtrade- zertifiziertem Ursprung, alle Produktionspartner- ob in der Türkei, Portugal, oder Tunesien (dort werden die Denims produziert) werden regelmäßig besucht, kontrolliert und zertifiziert.

Detoxdenim TILLAA und MIBA Block-Stripes Pulli aus bio-Baumwolle von @armedangels

Die DetoxDenims von ARMEDANGELS sind frei von Giftstoffen und unnötigen Chemikalien. -Keine schädlichen Düngemittel, keine synthetischen Pestizide, keine giftigen Bleichmittel. Und ganz ehrlich- auch ohne dieses Wissen- sind diese Jeans für mich die Bequemsten, die ich je besessen habe:-).

Und das ist sicherlich auch ein wichtiger Punkt. Mode soll nicht nur hübsch sein, man muss ich auch darin wohlfühlen. Unsere Kinder sind hier die besten Beispiele: Jeder kennt das Szenario. Kind hat ein wunderhübsches neues Klamöttchen (…oder Schuhe…etc.) bekommen; und ab diesem Zeitpunkt besteht die Herausforderung des Elternteils für eine lange Zeitspanne darin, das neue Teil irgendwann wieder von dem Kind ab zubekommen. Meist erst nach ein paar Tagen konsequenten Tragens. Oder mit Bestechung. Und genau so kann ich den Tragekomfort der ARMEDANGELS- Teile für meinen Geschmack beschreiben…:-)

Fotos: @lottaleben-fotografie

Wo kaufe ich am besten grüne Mode?

Wenn Ihr den hiesigen Geschäften bei Euch einen Gefallen tun wollt, dann kauft Ihr natürlich bei Euch lokal. Ganz klar eine Win-Win-Situation für alle. Diejenigen, die es gern persönlich mögen und vor allem “handfest”, schauen am Besten in ihrem Städtchen mal mit dem Eco-Blick durch die Lädchen.

Ich beispielsweise habe mich irgendwann während meiner Recherche tatsächlich daran erinnert, ein paar Basic-Teile aus der ARMEDANGELS Kollektion vor einigen Jahren schon mal unbewusst bei uns in einer süßen Modeboutique gekauft zu haben. Die beiden Schwestern und Geschäftsinhaberinnen von CLARIS my goldie in Ettlingen habe ich daraufhin direkt nochmal besucht und gleich nachgefragt, was sie momentan in ihrem Sortiment zu bieten haben. ARMEDANGELS gibt es dort jedenfalls weiterhin, sie sind quasi Kundinnen der ersten Stunde. Seit damals, vor knapp 13 Jahren, als der Chef noch mit dem Rollständer, einer Hand voll Shirts und mit der Vision einer nachhaltigen, cleaneren Modewelt seine Marke bekannt machen wollte.

Cathy von CLARIS my goldie trägt übrigens die Weste von @armedangels

Falls Ihr Euch allerdings, wie das bei mir der Fall war, nicht wirklich auskennt und Euch Zeit und Nerven sparen wollt, dann dürft Ihr hier definitiv das WWW befragen. Über den Link ARMEDANGELS* findet Ihr übrigens gleich online die schönsten Looks und spart mit dem Code GLITZERKLEBER_15 sogar noch 15 % auf Euren Einkauf!

Einer weiterer meiner liebsten Online-shops für Eco-fashion ist www.avocadostore.de. Hier findet Ihr alles für “green living und lifestyle”.

Für alle Schnäppchenjäger, die Wert auf Nachhaltigkeit und etwas besondere Labels legen ist www.miteckenundkanten.com sicherlich ein Highlight. Das Storekonzept bietet “unperfekten” Produkten mit kleinen Makeln eine zweite Chance. Ob Mode, Kosmetik oder Living-Produkte- vorbeischauen lohnt sich sowohl für Groß und für Klein!

Weitere nette Labels für fair fashion sind u.a. Frankie and Lou, (Kleidung für Groß und Klein), TWOTHIRDS aus Portugal oder VEJA für coole, nachhaltige Sneaker. Ich bin gespannt auf Eure liebsten fair fashion Labels und freue mich auf Eure Kommentare!

#werbung #ad Credit: Fotos by @lottaleben-fotografie

*Affiliate-link für ARMEDANGELS, weil Herzenswerbung manchmal auch etwas Geld einbringen darf:-)

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